Pagerank-Algorithmus entschlüsselt!

Noch einer aus der Rubrik der Netzfundstücke: Der Pagerank unserer aller Suchmaschine war in frühen Jahren ein wichtiger Faktor für die Berechnung der Position der eigenen Seite in den Suchergebnissen bei eben dieser Suchmaschine. Längst hat auch Google erkannt, daß sich solche Meßgrößen leicht manipulieren lassen, wenn man auch nur in Grundzügen weiß, wie in etwa sie berechnet werden. Beim Pagerank lief es vereinfacht so ab, daß sich der Pagerank der eigenen Seite daraus errechnet, wieviele fremde Seiten mit welchem Pagerank auf einen verlinken und wieviele andere Links zu anderen Seiten diese sonst noch gesetzt haben (kapische?).

Die Einfachheit des PR ist Geschichte, Google macht sich seit langer Zeit schon einen Höllenspaß daraus, mittels willkürlicher Eingriffe in die PR-Vergabe die Webmasterwelt am Nasenring durch die Arena zu schleifen. Fachforen sind voll von Gejammer ala “mein schöner PR 6 ist weg”. Das Problem ist, daß sich zwar der Einfluß des Pagerank auf die (viel wichtigere) Position in den Suchergebnisse marginalisiert hat und er als Meßgröße für die Qualität einer Seite absolut obsolet ist, die Menschheit jedoch eine gewisse Brain-Elastizität hat und das nicht wahrhaben will. Der PR ist nach wie vor Tauschwährung für Links, will heißen, wenn ich einen Link von einer Webseite auf meine eigene haben möchte, bekomme ich den nicht, wie früher, aus Freundschaft oder Sympathie, sondern nur für eine Gegenleistung. Die heißt Bargeld und zwar expotenziell an die Höhe des PR gekoppelt oder Gegenlink. Und dann auch nur von einer Seite, die mindestens den selben Pagerank hat.

Auch wenn jeder SEO (=Suchmaschinenoptimierer), der sich heuer nicht lächerlich machen will, stets laut und öffentlich betont, wie obsolet und sch…egal der PR ist, so wird Dir niemand einen Link mit hohem PR5+ geben, wenn Du nur PR0 als Gegenlink geben kannst. Das erinnert mich ein wenig an jene, die das ganze Leben ihren Atheismus betonen und auf dem Sterbebett doch lieber nochmal nach dem Pfarrer rufen lassen. Könnt ja dann doch was dran sein sein…

Lange Rede, kurzer Sinn: Die geheimnisvolle Berechnungsgrundlage ist nun endlich entdeckt worden und wurde bei seo-inside.de veröffentlicht. Grundkenntnisse in Programmiersprachen sind von Vorteil, aber die wesentlichen Faktoren erschließen sich auch dem Laien.

(Und wer jetzt bitterböse vom SEO-Inside-Blog zurückkehrt, um sich zu beschweren, dem sei gesagt, daß er den Gag nicht kapiert hat. Der Beitrag im Nachbarblog ist natürlich eine astreine Satire. Im Zeitalter des Witze-Erklären-Müssens schreib ich das lieber mal dazu…)

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