Europawahl… – Wayne?

Bevor ich anfange, gebe ich den Skeptikern, den Wahlfaulen, den ewig unentschlossenen und dem ganzen anderen Ausredenvolk erst einmal vollumfänglich Recht:

Jaaa – Strasbourg ist weit, weit weg.

Jaaa – Brüssel ist auch weit, weit weg.

Jaaa – das Europaparlament erweckt oft eher den Anschein einer politischen Endlagerstätte für abgehalfterte Pensionsanwärter, als dass es ein Gremium ist, in dem die dicken Bretter gebohrt werden.

Jaaa – wenn Wahlen etwas ändern würden, wären sie verboten.

ABER 
Das Recht, zu wählen ist ein hart erkämpftes Privileg und wird längst nicht allen Menschen auf diesem Globus zuteil. Dieses Recht zu wahren und in seiner Bedeutung angemessen zu bewerten ist die Aufgabe jedes Demokraten (ausgenommen die “lupenreinen”).

Natürlich gibt es wichtigere Probleme auf der Welt, als Gurkenkrümmung, Glühlampen, Staubsauger und ähnliche Blüten.
Und natürlich gibt es in den Mitgliedsstaaten Parlamente, deren Beschlüsse mit den jeweiligen Bewohnern ungleich stärker wechselwirken.
Aber Europa ist nun einmal existent, ob wir es uns gewünscht haben oder nicht. Durch Wahlverweigerung wird Europa nicht einfach so verschwinden. Und jene, die dort schon sitzen, machen uns das Leben nicht aus Dankbarkeit leichter, wenn wir sie kampflos gewähren lassen.

Bekämpft Eure Wahlträgheit mit Logik: Wer keine Pfeifen im EU-Parlament sehen will, muß jene dort platzieren, denen er vertraut und etwas zutraut.
Durch Wählen. Anders gehts nicht.
Also macht Euch wenigstens die Mühe und hinterfragt ansatzweise, wer für die Europawahl ins Rennen geht, welche Ziele er/sie vertritt und was er/sie bislang schon geleistet (oder verbockt) hat. Und wenn Kandidat #1 offenbar eine Flachzange ist, dann schaut Euch Kandidat #2, #3 und #4 an. Prüft, wägt ab, entscheidet und

GEHT WÄHLEN

Europa entscheidet zu viel für Euch? – holt Euch Eure Entscheidungsgewalt wenigstens teilweise zurück. Mit einem Kreuz an der für Euch richtigen Stelle.

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5 thoughts on “Europawahl… – Wayne?

  1. Das Gurkenargument :-) Das Gesetz gibt es nicht mehr und die EU hat es aufgrund von Forderungen der Gemüsebauern selbst eingeführt ? Und jetzt kriegt die EU es immer noch um die Ohren gehauen. :-) Eins zeigt das aber – wie schlecht die EU sich selber verkaufen kann. Bei allem HIN und HER. Die EU hat doch eins geschafft – die längste Periode in der Geschichte von Europa wo Frieden herrschte. Ja – es liegt vieles im Argen, aber wenn ich Friede mit dem Recht auf krumme Gurken eintauschen sollte, fiele mir die Wahl nicht schwer. Hier gibt es im Übrigen einige interessante Videos zum Thema http://www.tagesschau.de/europawahl/eu-vorurteile100.html

  2. Ja, mit den Gurken hat sich die EU selbst ein Ei gelegt. Ich weiß, dass die entsprechende Verordnung entsorgt wurde, aber sie steht als Sinnbild für die Dinge, welche in der öffentlichen Wahrnehmung von der EU veranlaßt werden. Womit wir bei “Europa kann sich schlecht verkaufen” einer Meinung sind. Ich selbst bin tief drinnen ein Europa-Befürworter und anerkenne viele Leistungen – nichtsdestotrotz diskreditiert sich das Gremium immer wieder selber mit Nebenkriegsschauplätzen, die die Menschen verärgern. Ob offener Lobbyismus (Giftige Energiesparlampen statt Glühbirnen) oder Bevormundungen (Staubsauger- und Kaffeemaschinenstromverbrauchshöchstwerte)… Aber alles in allem ist mein Artikel eines: Ein Aufruf, das gewährte hohe Recht der Wahl auch zu nutzen. Nur wer wählt, darf später kritisieren.

  3. Und wenn Kandidat #1 offenbar eine Flachzange ist, dann schaut Euch Kandidat #2, #3 und #4 an.

    Aber leider kommt dann Flachzange Nr. 1 trotzdem ins Parlament, weil es keinerlei Personalisierung im Wahlrecht, sondern nur starre Listen gibt, an denen der Wähler nichts ändern kann. Vielleicht wäre die Einführung der Personenstimmen mal eine wirksame Maßnahme gegen die Wahlmüdigkeit. Das Problem dürfte aber (neben riesigen Stimmzetteln) sein, daß kein Mensch die Europaabgeordneten, geschweige denn die, die erst noch rein wollen, kennt. Von Martin Sonneborn mal abgesehen.

  4. Und mich wundert, dass Du letzte Woche noch “Dennis” hießt… Ich denke, ein Backlink reicht, oder?

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