Lanz, Marina Weisband und die Merkbefreiten

Eigentlich schau ich ja ganz gern mal zum Einschlafen Lanzens Laberrunde an, aber was er und seine zweckmäßig ausgewählten Gäste sich am gestrigen Abend geleistet haben, widersetzt sich meinem gesunden Verständnis von journalistischer Arbeit. Ziel der Sendung war es, Marina Weisband, nunmehr Basismitglied der Piraten, zu diskreditieren und öffentlich zum Affen zu machen. Leider ist das zumindest beim denkenden Zuschauer nicht gelungen und dürfte ganz gewaltig nach hinten losgegangen sein. Schnell schossen sich der Moderator und seine Schergen auf das angeblich von den Piraten propagierte Recht auf Raubkopien ein. OK, man kann ja mal fragen so als Journalist. Aber was dann abging, war bar jeden journalistischen Anspruches, denn es wurde JEDE, aber auch JEDE Richtigstellung seitens Frau Weisband übergangen, überplappert und ignoriert, nur um die nächste vorbereitete Spitze nachschießen zu können, um die Piraten weiter in die kriminelle Ecke zu schieben. Frau Weisband kämpfte gegen die Windmühlen der absoluten Borniertheit mit bemerkenswerter Ruhe. Das Recht, dieser Spinnertruppe im Rundschlag paar Ohrfeigen zu verpassen, damit die Antworten auf deren Fragen auch mal mit der nötigen Aufmerksamkeit gehört werden, hätte ich ihr in diesem Moment nicht absprechen wollen. Es ist kein Geheimnis, daß in Deutschland zumindest die massenwirksamen Medien gleichgeschaltet sind und den Auftrag verfolgen, die Interessen der Filzparteien und des Kapitals beim Wahlvieh gegen Gebühr zu vertreten, aber wenn dieses Ansinnen so offensichtlich umgesetzt wird, daß auch piratenkritischen Menschen wie mir ob der Art und Weise übel wird, dann braucht sich niemand über den anhaltenden Zulauf zu wundern. Der beste Gag war es übrigens, eine gespachtelte und gespannte Frau Berghoff aus der Versenkung zu holen, um sie den ewigen Spruch von der inhaltslosen und programmlosen Piratenpartei runterleiern zu lassen – sodann widmete sich Lanz bei ihr den Dingen, die das Volk zu interessieren haben, nämlich Berghoffs Liebesleben. An dieser Stelle Dank an Lanz: Er hat überdeutlich gezeigt, welchen Auftrag die massenkompatible Journaille verfolgt und sich selber bloßgestellt. Dank auch an Frau Weisband für Durchhaltevermögen in mitten von Scheißhausparolen und vorbereiteter Ignoranz. Wer Nerven hat, kann sich den Unfug hier gern noch einmal zu Gemüte führen: Markus-Lanz-vom-1.-Mai-2012

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23 thoughts on “Lanz, Marina Weisband und die Merkbefreiten

  1. Du bringt es auf den Punkt, schon während der Sendung musste ich eine Kritik an markuslanz@zdf.de schreiben. Ich konnte mich kaum mehr am Riemen reißen! Das ging einfach garnicht. Dennoch, wie du schon schreibst, die meisten werden sich ähnliches gedacht haben.

  2. Was da abging war eine Frechheit. Alle auf einen und immer drauf. Interessant waren teilweise auch die Gesichter des Publikums.

    Wobei ich finde sie hätte mehr auf ihrem Standpunkt beharren müssen, und nicht so von der ganzen Meute da einlullen lassen müssen.

  3. wer die hitze nicht verträgt hat auch in der küche nichts zu suchen; so darf man sich nicht wundern wenn popolistische vorschläge auf ihre praxistauglichkeit geprüft werden; man kann sich zwar über die art und weise streiten, aber im kern hatte lanz recht; fakt ist frau weisband konnte den auf den ersten blick verlockenden vorschlag der pp nicht logisch erklären, nichts als leere worte

  4. popolistische Vorschläge… Yep! Es gibt genug Entscheidungsträger in diesem Land, denen ein paar Schläge auf den Popo gut tun würden… SCNR

  5. gut, dass sie diese Ruhe hat – ich hätte sie nicht… der Artikel spricht mir aus der Seele. teilen bei fb erwünscht?
    gruß doro

  6. Lanz stand vor einem Dilemma – Sollte er es dabei belassen, einen Gast in Ruhe zu lassen, der die eigenen Aussagen vergangener Zeiten selbst nicht verstand und mit den Fragen überfordert war oder sollte er zusätzlich lieber nachhaken und damit die personifizierte Planlosigkeit bis zur Peinlichkeit offenlegen? Er entschied sich für letzteres und sorgte damit immerhin für etwas Komik im späten Abendprogramm. Na, wenigstens kann sie mit Technik umgehen – das reicht offenbar heutzutage, Geschäftsführerin zu werden…

  7. Da kann ich nur widersprechen. Inwiefern verstand sie die Aussagen vergangener Zeiten nicht? Sie konnte sich nur nicht an die Aussage im Focus erinnern. Das bedeutet nicht, dass sie sie nicht versteht. Wenn man jemanden einlädt und eine Frage stellt, dann sollte man die Person auch aussprechen lassen. Eine bodenlose Frechheit hat sich Lanz damit geleistet, die selben Fragen immer und immer wieder zu stellen, nur damit sie einschwenkt und seine Meinung vertritt. Was soll das? Will er sie manipulieren? Als wenn er schlauer wäre. Er hat nur viel mehr Erfahrung mit den Medien, sonst könnte er ihr niemals das Wasser reichen. Er ist Moderator und kein Gast der Sendung, der seine Meinung kundtun soll. Es ist ihm gestattet, zu hinterfragen oder in gewisse Richtungen zu lenken, allerdings ist er Fehl am Platz, wenn er seine eigene Meinung durchringen will.

    Sie hatte schon recht, als sie am Ende noch mal sagte, dass er eine schleimige Seite hätte. Die hat er definitiv. Er schmiert Leuten Zucker ums Maul, die er persönlich mag. So was hat in einer Sendung solchen Formats nichts zu suchen!

    “Na, wenigstens kann sie mit Technik umgehen – das reicht offenbar heutzutage, Geschäftsführerin zu werden…”

    Alles klar, sie hat wohl bei der Bewerbung gesagt, dass sie Twitter benutzen kann.. Völlig unnötig dein Kommentar. Hättest du aufgepasst, dann hättest du mitbekommen, dass sie während der Sendung sagte, sie fing mit dem twittern an, NACHDEM sie zur Geschäftsführerin gewählt wurde..

  8. Es ist schon erschreckend und beschämend, wie absurd Vieles geworden ist. Konditionierung in Vollendung. Man muss sich das mal geben:

    An sich noch hoffentlich intellektuell halbwegs intakte Studiogäste reagieren mit Applaus, wenn man ihnen entsprechende Anweisungen gibt. Anders lässt sich das Zuschauerverhalten beim letzten Abend-Talk mit Markus Lanz nicht erklären.
    Auf in sich völlig inkorrekte und konstruierte Beispiele „eine Jeans, die sich nach Diebstahl selbst rekonstruiert (sogar zweifach)“ – ah ja, schon klar… ‚tätschel‘ -, lassen sich Zuschauer einreden, dass dem Händler solcher Jeans ein Schaden entstanden wäre. Da wird geklatscht, bis die Hand glüht. Jetzt haben‘s die Herren Lanz und Rhode der jungen Piratin mal so richtig gegeben.
    Nach nur wenig Hirnjogging hätte dem geneigten Zuschauer klar werden müssen, dass beide Herren logisch völlig auf dem Holzweg sind.

    Für die etwas geistig Eingerosteten:
    Ein Händler bezieht von seinem Lieferanten eine Ware zum Einkaufspreis. Wird diese entwendet, entsteht ein Schaden in Höhe des EK (ggf. zzgl. Versand oder Lieferkosten).
    Wenn ihm diese Ware ersetzt wird (ohne, dass ihm erneut Versand oder Lieferkosten entstehen), hat er außer dem Zeitaufwand, die Ware wieder neu einräumen zu müssen, keinen finanziellen Schaden erlitten. Wenn sich also eine Jeans selbst zweifach nach Entwendung kopiert (wie schwachsinnig darf man im TV eigentlich sein?), dann hat der Händler genau genommen einen Gewinn gemacht. Denn nun kann er zum selben schon bezahlten EK gleich 2 Hosen verkaufen.

    Daraus machen die Herren Lanz und Rhode unter dem Applaus der Zuschauer einen Verlust des Händlers. Wie kann man als Zuschauer da klatschen ?!?!

  9. Zum Aufhänger des Spektakels:
    Flatrate für Internet Downloads…
    Die Idee für eine „Flatrate“ alles anhören bzw. sehen zu dürfen gibt’s doch schon:
    Die GEZ-Gebühren machen es möglich. Oder wird Herr Lanz von den Zuschauern zuhause auf der Basis Pay per View bezahlt? Hätte man sich für diese Variante entschieden bevor Herr Lanz bekannt wurde, wäre das vorgestern Abend sicher keine Sendung mit Promis geworden, sondern die Low-Budget-Show.

    Bei der Debatte die Bezahlung von Künstlern neu zu gestalten, geht es den einen um eine zeitgemäße Überarbeitung bestehender Strukturen. Den anderen geht es um Bewahrung vorhandener Strukturen und deren größten Nutznießern – den Plattenkonzernen und dem Handel.

    Wer heute beispielsweise Musik vermarkten will, hat es alleine sehr schwer: Ohne Werbung wird eine solche Ware nicht nachgefragt. Jedoch müsste unmittelbar nach bzw. sogar noch mit der Werbung die Ware in den Kaufhäusern ausliegen. Kein Kaufhaus legt sich Ware von einem völlig unbekannten Künstler ins Regal. Zwei oder drei Wochen nach der Werbung ist es schon wieder zu spät, denn dann ist wieder was Anderes im Fokus des Käuferinteresses. Werbung im Fernsehen ist nicht nur teuer, sondern bedeutet auch Vorinvestition: Ohne Videoclip hat man keine Chance bei MTV & Co gesendet zu werden. Ins Radio kommt man ohne entsprechend hohen direkten Neueinstieg in den Charts erst gar nicht zur Prime-Time in die Senderotation. Also ist es hier genau wie in vielen anderen Bereichen – ohne Moos, nix los.

    Wer kann das alles organisieren? Die Plattenkonzerne und der Handel.

    Und damit das so bleibt und nicht morgen völlig unbekannte Bands – ohne an die Plattenkonzerne und Handelsorganisationen über 90% des Erlöses abzuführen – ihr Zeug verkaufen können, soll alles so bleiben, wie es ist.

  10. Im Übrigen, sind Songs zum downloaden dort ja ohne Hülle, Inlay, CD-Rohling, bedruckten Cover und ohne kaufhaustypische Kosten. Wenn man bedenkt, dass bei fertigen Kauf-CDs in der Produktion bei höheren Stückzahlen gerade diese Kosten den Hauptteil ausmachen, sind 1,-€ pro runtergeladenen Song u.U. doch ein recht hoher Preis. Und über dies auch nicht in voller Klangqualität (wave), sondern komprimiert als mp3 und damit von deutlich geringerer Klangqualität.

    Vor einigen Jahren hatte ein Schweizer das mp3 Format erfunden und es der Musikindustrie zum Kauf angeboten – Null Interesse. Nicht mal abkaufen, um diese Erfindung dann in ner Schublade verschwinden zu lassen. Ignoranz pur – und nun jammern.

    Eine Menge moralisch verwerfliche Dinge werden von mächtigen Interessensverbänden mittels von protegierten Politikern durchgedrückter Gesetze legalisiert. Wenn im großen Stil abgesahnt und gemauschelt wird, werden gerne mal Fünfe gerade sein lassen. Aber dass nun jeder kleine Ottonormalverbraucher auch seine Nische finden könnte, das muss offenbar unter allen Umständen verhindert werden.

  11. Und das soll dann eine offene und faire Talkrunde gewesen sein, bei der vier Leute, inklusive des Moderators (der damit auch völlig seine Rolle verlassen hat), auf eine junge Frau in einer schon fast widerlichen Art einhacken, ständig die gleichen Fragen wieder und wieder?

    Und gleich von mehreren Seiten immer das Ausführen von Erklärungen oder Antworten unterbrechen. Das hatte nichts mit Journalismus oder Talkrunde zu tun. Das war unwürdig.

    Ich hatte da so ein bissel ein Deja-vu: Kerner ist auch zu solchen „Top-Leistungen“ in einer Sendung mit Gast Eva Herman aufgelaufen. Da wurde auch eine Kollegin öffentlich hingerichtet.
    Mir tun die Opfer von solchen kollektiven Verbal-Attacken immer leid. Unter dem pseudo-freundschaftlichen Dauerlächeln eines Moderators werden Menschen würdelos vorgeführt.
    Erstaunlich wie gefasst, geduldig und freundlich viele Opfer in solchen Situationen bleiben.

    Wenn dann noch Herr Lanz meint, dass sein Buch viel Arbeit war – glaub ich ihm ja – hab ich mir gedacht: Wer hätte das Buch denn gekauft, wenn Herr Lanz ein völlig unbekannter Autor gewesen wäre? Wie gut für ihn, dass er allabendlich ein Podium / Forum bekommt, um sich selbst zu vermarkten, das durch eine Abrechnungsweise in Form einer Flatrate (GEZ) finanziert ist. Und dann noch der besonders wertvolle Hinweis, dass man in der Zeit bis man ein Buch eingescannt hat auch einen ordentliche Arbeit hätte verrichten können, von deren Geld man das Buch hätte kaufen können, ist ja wirklich mega schlau. Stimmt, man kann ja für 6,38 € Brutto die Stunde bei ner Leasingfirma arbeiten und dann versuchen für die 4,- Euro netto Herrn Lanz‘ Buch zu erwerben. Bei dem Stundensatz bleiben vielen Menschen der Zugang zu Kultur und Unterhaltung verwehrt. Mit den Stundensatz eines Promis kann man da schnell altklug daher reden.

    Der jungen Piratin dann den Satz abzunötigen, dass sie sich künftig für die Förderung bereits bestehender legaler Download-Plattformen einsetzen werde, hat fast schon an Abschwör-Rituale bei Ketzerprozessen erinnert.

    Diese bestehenden Portale sind letztlich nur weitere Vermarktungszweige der Plattenkonzerne und Handelsunternehmen.

    Als Politiker wollen viele wieder gewählt werden. Da sind Spendengelder derzeit unverzichtbar. Etablierte Parteien stehen für etablierte und damit massiv beeinflussbare Strukturen und Prozesse. Folglich wundert es mich dann nicht mehr sonderlich, wenn die Lobbyisten der Wirtschaft, sich der Meinungsbildenden Kraft der Massenmedien bedienen.

    Offenbar aus dem Einflussbereich von großen wirtschaftlichen Interessensverbänden herausgelösten Strukturen, soll wohl präventiv das Wasser abgegraben zu werden oder zumindest Beführwortern solcher alternativen Ansätze die Kompetenz und der Intellekt abgesprochen werden.

    Zumindest in dieser Richtung hat Lanz ja dann ganze Arbeit geleistet…

  12. Dem ist nicht viel hinzuzufügen. Eine Person, der der Rummel offensichtlich zu groß geworden ist, und die sich daher aus der Öffentlichkeit zurückzieht – gegen gestandene Medienprofis, die seid Jahren im Geschäft sind. Leider wird diese Unausgewogenheit in der Besetzung von vermutlich 90% des Publikums nicht bemerkt.

    Sie hatte nun mal recht damit, dass kopiert werden “kann” und demzufolge auch gemacht wird. Sich dem zu verschließen ist nicht unbedingt klug.

  13. Lanz soll dazu Stellung nehmen! Oder seine Sendung muss boykottiert werden. Frau Weisband sollten wir mit solch tollen Beiträgen unbedingt noch mehr Mut zusprechen. Ich bin mir sicher, dass sie ihren Weg in der Politik gehen wird und ein Herr Lanz schon jetzt nur von unten auf sie heraufsehen kann!

  14. Meinst Du wirklich, wenn 30000 Piratenanhänger, von denen eh nur ein geringer Prozentsatz Lanz guckt, den Kanal umschalten, daß das überhaupt wahrgenommen wird? Boykott ist wirkungslos, Beschwerden beim Sender oder bei der Redaktion hingegen sind in diesen Stückzahlen sicher nicht zu ignorieren.

  15. Naja, ich bin garkein Piratenanhänger, nur fasziniert von einer ehrlichen, aufrichtigen, menschgebliebenden, neuen und jungen Politikerin, das ist alles. Ich meine, dass sie all das vertritt, was wir in der Politik vermissen. Die Programme der Partei, die noch folgen werden, bestimmen erst dann meine Stimme für oder gegen die Piratenpartei
    Dann lasst uns fleißig Kritiken schreiben, morgen alles wieder vergessen gilt hier nicht!

  16. ich hab meinen Beitrag ein bissl umgeschrieben und ans ZDF geschickt. Bin ma gespannt, ob ich ne Rückmeldung bekomme. Ich halte euch auf dem Laufenden. Vielleicht schreibt ihr auch was ans ZDF.

    zuschauerredation@zdf.de

  17. Andreas aus Mettmann

    Ich bin anfang 40, politisch sehr interessiert und war bis vor wenigen wochen wirklich voll und ganz begeistert von den piraten und ihren ideen..

    Mittlerweile hab ich alles aufgesogen was ich an infos, streams, videos etc anschauen oder verfolgen konnte. Ich hab so ziemlich jeden parteitag in den letzten monaten per stream verfolgt und natürlich auch marina bei lanz gesehen..

    Auch wenn ihr jetzt auf mich einprügeln werdet – sorry, aber das ganze projekt “piratenpartei” wird völlig vor die and fahren. In fünf jahren spricht kein mensch mehr von den piraten.

    Alles was bei lanz gefragt wurde war doch völlig legitim ! Mir (als wirklich interessierter, offener mensch) ist bis heute rätselhaft wie das mit dem urheberrecht/cd-kopien/geistiges eigentum denn nun konkret laufen soll.

    Klasse finde ich wenn die piraten fragen aufwerfen wie man denn z.b. im 21. jahrhundert künstler entlohnen kann/soll – aber dann muss man doch zumindest auch nen funken an lösungsansätzen haben und präsentieren.

    Und das tun die piraten bei keinem einzigen themenbereich.

    Das argument: man kann es kopieren, also gehört es allen und da das original nunmal beim autor liegt fehlt ihm ja auch nix – ist doch ein witz.
    Und deshalb haben auch alle gelacht und geklatscht. Nicht weil alle der “gleichgeschalteten medienwelt” folgen wollten – sondern weil einfach die ganze argumentationskette völliger blödsinn ist. Ich zahl 12 euro und dann kan sich das jeder von mir kopieren der will ist der grösste quatsch den ich je gehört habe..

    Und leider zieht sich das durch so ziemlich sämtliche themen der partei.

    Und wem schon eine solche “lanz-runde” zu hart und unfair ist – der hat auf der ebene der bundes- oder landespolitik absolut nichts verloren.

    Die piraten hauen doch auch auf alles und jeden drauf – und sobald man mal ganz KONKRET nach einem thema fragt geht die heulerei los und alle wollen ans zdf schreiben..

    zum heulen sowas..

    wenn mir jemand den qutasch mit den kopien und den bezahlwegen mal erklären will – super gerne..

  18. Lieber Andreas aus Mettmann,

    Du hast ganz offensichtlich die Problematik nicht verstanden. Wie läuft es denn in der ZDF Mediathek ab? Bezahlst du dort pro Aufruf oder zahlst du eine Gebühr an die die GEZ?

    Richtig. Im besten Fall bezahlst du eine Gebühr an die GEZ, die es dir u.a. ermöglicht in der ZDF Mediathek Inahlte aufzurufen u.a. auch dafür, um verpasste Sendungen zu gucken – und das so oft du willst.

    Genau darum ging es auch. Künstler müssen anders entlohnt werden. Natürlich fand ich die Ansicht, dass man ein Ebook kauft und es dann an x Personen weitergibt auch nicht in Ordnung. Aber was Lanz einfach nicht verstanden hat: man kann eine Datei physikalisch gesehen kopieren, ohne dass man dadurch Mehrkosten hat. Das ist eine Tatsache, sogar eine Tautologie. Wozu fragt er also immer und immer wieder nach oder bestreitet diese Tatsache? Weil er beschränkt in seinem Denken ist? Ich finde es sehr bedenklich, dass so jemand im Fernsehen arbeitet, wo er die Meinung von Zuschauern manipulieren kann. Seine Meinung ist nicht vordergründig, sie ist auch nicht notwendig, denn er ist nur Moderator. Nichts anderes. Niemand fragt nach seiner Meinung.

    Das große Problem, dass sich hierbei auftat, ist, dass Lanz als Mensch versagt. Er erweist seinem Gast keinen Respekt. Er lässt den Gast nicht ausreden. Es wirkt so, als ob er seinen Gast eingeladen hat, um ihn vorzuführen.

    Aber es ist ganz oft so, dass jemand, der in seinem Wissen sehr beschränkt ist, seine Meinung besser und überzeugter darlegen kann.

    Es geht hier also nicht um Heulerei. Ich finde es sehr anmaßend von dir, zu behaupten, dass nach einem Thema gefragt wurde und dann rumgeheult wird. Lanz hatte keine Fragen. Er hatte seine vorgefertigte Meinung und wollte diese zum Ausdruck bringen. Er kam mit einer anderen Meinung nicht klar. Das sollte ein Moderator ja nicht tun. Und du persönlich hast diese Tatsache auch nicht erkannt- was ich übrigens auch sehr bedenklich finde.

    Außerdem wunder ich mich, woher du überhaupt weißt, dass alle, die hier geschrieben haben und sich an das ZDF wenden wollen, Anhänger der Piraten Partei sind? Ich bin es zumindest nicht.

    Übrigens solltest du die Großbuchstaben ganz weg lassen. Wozu schreibst du am Anfang eines Satzes mit Großbuchstaben und mitten im Satz lässt du sie weg? Unsinnig…

  19. Wir haben auch die Sendung von Markus Lanz mit Interesse verfolgt und für mich hat sich Frau Weißband als recht planlos und auch für mich persönlich als sehr unsympathisch erwiesen. Ihre Aussagen waren für mich sehr konfus. Und für mich ist es immer wieder unverständlich, wie ich bei allen mich persönlichen politischen Debatten selbst mit diskutieren soll. Man kann meiner Meinung nach nicht persönlich an allen Fronten kämpfen, sondern benötigt auch vertrauenswürdige Repräsentanten. Da ich persönlich derzeit keine politische Karriere anstrebe, sondern meinen Beruf liebe, fehlt mir die Zeit mich permanent in alle Bereiche so einzuarbeiten, um Überfall mit diskutieren zu können. Und um mitreden und auch entscheiden zu können, sollte man schon definitiv Ahnung haben und tut mit Leid mir fehlt es einfach an zu viel Wissen um mich z. B. in die europäischen Finanzmärkte einzumischen.

  20. [Code]Du bringt es auf den Punkt, schon während der Sendung musste ich eine Kritik an markuslanz@zdf.de schreiben. Ich konnte mich kaum mehr am Riemen reißen! Das ging einfach garnicht. Dennoch, wie du schon schreibst, die meisten werden sich ähnliches gedacht haben.[/code]

    Du sprichst mir aus der Seele, hab auch direkt eine Kritik Email geschrieben. Ich kann es einfach nicht begreifen wie manche Menschen so einen Schwachsinn von sich geben können.

  21. Ich finde es nicht gut wie auf den Lanz herum gehackt wird. Er macht auch nur seinen Job und die Fragen bzw. Aussagen von ihm werde von der Regie vorgegeben und er spricht es nur aus.
    Gruß Stephan

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