Vermittlungsgutscheine ab dem ersten Tag!

2,5 Jahre Stillstand in diesem Blog und dann bewahrheitet sich ein Orakel, welches noch auf Seite 1 zu lesen ist. Die Eingeweihten wissen es bereits – der Vermittlungsgutschein wird in seiner Ausgestaltung ab April 2012 erneuert. Er nennt sich dann AVGS (Aktivierungs-und Vermittlungsgutschein), ist in 3 Teile gegliedert, entfristet und an anderer Stelle im Gesetzbuch geregelt – das alles ist dem normalen Arbeitssuchenden aber relativ egal – wichtig ist der Wortlaut der neuen Gesetzlichkeit und hier taucht die Formulierung auf, daß


jeder Arbeitssuchende

einen solchen Zettel bekommen kann. Die Einschränkung liegt im Wörtchen “kann”, denn einen Rechtsanspruch gibt es auch weiterhin nur für ALG-I-Empfänger nach 6 Wochen Leistungsbezug. Aber das Kann beinhaltet auch Chancen für tausende Menschen, denen bisher der Zugang zum Gutschein verwehrt war. Dazu zählen nämlich auch jene, die gerade erst eine Kündigung erhalten haben. Oder die tausende Nichtleistungsempfänger, die kein Hartz-4 bekommen, weil der Partner einen Euro zuviel verdient, die tausende U-25-jährigen, die bei den Eltern lebend keinen Pfennig sahen und nicht zuletzt auch die Studenten im letzten Semester, die nicht das Glück hatten, bereits nach dem Vordiplom eine Option auf einen lukrativen Arbeitsvertrag zu bekommen.

Wir dürfen gespannt sein, wie die Agenturen und ARGEN ihre neue Freiheit, all den genannten Leuten einen AVGS ausstellen zu dürfen, nutzen werden. Von den Optionskommunen ist allerdings wahrscheinlich in dieser Hinsicht nur Kontra zu erwarten. Wer gibt schon freiwillig seine billigen 1-Euro-Parkanlagenpfleger und Diplom-Straßenkehrer wieder her… Sorry für die Polemik, SCNR (10 Jahre Arbeitsvermittler)

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DMOZ… gabs da mal was?

Es ist noch nicht lange her, da war der Eintrag beim Webkatalog dmoz.org das höchste aller Gefühle für den kleinen Webmaster. Wer sich die Seite anschaut, wird den Hype darum ob der unspektakulären Optik gar nicht nachvollziehen können. Doch es heißt, wer bei DMOZ gelistet ist, hat Chancen auf vordere Plätze in den Ergebnislisten von Google. Das Hineinkommen in dieses Verzeichnis war und ist schwierig, es wird auf Basis freiwilliger Mitarbeiter geführt und die lassen eine Anmeldung auch schon mal ein jahr liegen. Kein Personal heißt es dann und tatsächlich – in etlichen Kategorien fehlen Editoren. Die Kehrseite ist – jeder (und ich behaupte mal *jeder*) der sich um einen der vielen Editoren-Posten bewirbt, wird von den “Alteingesessenen” abgelehnt. Ich selbst habe vor Jahren zweimal versucht und war trotz sorgfältig ausgefülltem Fragebogen nicht gut genug. Ich hab mich dann damit abgefunden und da ich meine beiden wichtigsten Seiten “drin” hatte, war es mir in den letzten Jahren auch ziemlich egal, was es mit dem Verzeichnis aus sich hat. Bis ich heute im Blog “Backlink Butler” ein aktuelles Interview mit einem DMOZ-Mitarbeiter gelesen habe. war nur leider nicht sehr aufschlußreich oder gar spannend, doch es holte dmoz.org in mein Gedächtnis zurück. Wer weiß, vielleicht versuch ich es ja nochmal mit einer Editoren-Bewerbung. Oder eher doch nicht…

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